Blick zurück: Wie aus Vision Verantwortung wurde 

Als Paul A. R. Frank und Hermann Frank 1925 das Unternehmen gründeten, ging es ihnen nicht nur ums Bauen. Ihr Ziel war klar: Sie wollten Wohnraum schaffen, der für alle zugänglich ist – funktional, bezahlbar und zukunftsfähig. Damit legten sie den Grundstein für das, was FRANK bis heute prägt: den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. 

Was damals als kleine Siedlungsbaugesellschaft begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem Unternehmen, das die Wohnungslandschaft in Hamburg und weit darüber hinaus mitgestaltet hat. Viele FRANK-Projekte waren ihrer Zeit voraus und gelten als Vorbilder für modernes, soziales Wohnen.

Für uns sind 100 Jahre FRANK ein Anlass, zurückzuschauen. Aber nicht aus Nostalgie, sondern um zu zeigen, was unsere Arbeit immer ausgezeichnet hat: Verantwortung übernehmen, neue Wege gehen und dabei den sozialen Auftrag nie aus dem Blick verlieren.

Lebensformate mit Haltung – über Generationen hinweg

Bereits 1927 entstand mit dem Schwalbenhof in Hamburg-Barmbek ein Wohnprojekt, das neu Maßstäbe setzte: Warmwasser, Zentralheizung, Gemeinschaftsräume – und das alles für berufstätige Frauen. Nicht nur ein Meilenstein moderner Architektur, sondern auch ein kraftvolles Statement zur sozialen Teilhabe.

„FRANK war nie nur ein Unternehmen, das Häuser baut – wir bauen Räume, in denen Menschen miteinander leben. Das Zusammenspiel von Architektur und Miteinander ist die Essenz unseres Handelns.“
Marc Schauenburg, geschäftsführender Gesellschafter

Orte, die Menschen verbinden, Nachbarschaft fördern und Gemeinschaft ermöglichen: Auch die Laubenganghäuser in Hamburg-Dulsberg, die Frank’sche Siedlung in Klein-Borstel und der Frankring in Volksdorf stehen sinnbildlich für dieses Denken:

Mit den Laubenganghäusern entstand 1927 bis 1932 gemeinsam mit Stadtplaner Fritz Schumacher ein Quartier, das als Prototyp für den sozialen Wohnungsbau galt. Die Gebäude kombinierten funktionale Grundrisse mit Innovation: Müllschlucker, Zentralheizung, gemeinschaftliche Waschräume und Dachterrassen gehörten zur Ausstattung. Für damalige Verhältnisse ein Novum.

In den 1990er-Jahren wurde das Quartier denkmalgerecht modernisiert – seine Relevanz hat es bis heute nicht verloren.

 

Die Frank’sche Siedlung in Hamburg-Klein Borstel: die Gartenstadtidee 

Ein weiteres wegweisendes Projekt war die Frank’sche Siedlung in Klein Borstel, die zwischen 1935 und 1939 entstand. Dort setzte FRANK auf das Prinzip der Gartenstadt: kleine Reihenhäuser mit eigenem Garten, naturnahe Wege und viel Grün.

Ein kurzer Faktencheck:

  • Bezahlbarkeit im Vordergrund: Monatsmiete bei max. 40 Reichsmark
  • Insgesamt 545 Einheiten

Heute zählt die Siedlung zu den größten historischen Reihenhaussiedlungen Hamburgs. Seit 2011 steht sie unter Denkmalschutz – ein Beweis dafür, wie zukunftsfähig das Konzept war.

Frankring in Hamburg-Volksdorf: Gemeinschaft neu gedacht

Mit dem Frankring bauten wir dann 1959 eine Siedlung, die moderne Wohnformen mit dem traditionellen Gartenstadtgedanken verband. Die ringförmige Anordnung der Reihenhäuser förderte Nachbarschaft und soziale Durchmischung. Auch dort war bezahlbarer Wohnraum ein zentrales Ziel.

Der Hamburger Senat zeichnete das Projekt für seine Innovationskraft und das soziale Konzept aus. Der Frankring wurde zum Vorbild für viele weitere Entwicklungen und zeigt, wie nachhaltiger Städtebau im 20. Jahrhundert aussehen kann.

Wandel als Konstante

Klar ist: Unsere damalige Haltung zieht sich bis heute durch unsere Projekte: Zukunft gestalten, das heißt für uns, Verantwortung zu übernehmen – für Gesellschaft, Umwelt und nachfolgende Generationen.

Und auch im Rückblick auf unsere Familiengeschichte zeigt sich, wie eng Tradition und Innovation bei FRANK zusammengehören. Von den Gründern Paul A. R. Frank und Hermann Frank über Rolf Schauenburg, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit unternehmerischem Weitblick den Wiederaufbau mitgestaltete, bis hin zu den heutigen Verantwortlichen hat sich unser Unternehmen stets weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln außer Acht zu lassen.

Mit der neuen Geschäftsführung der FRANK Immobilien und Lebensformate GmbH, bestehend aus Ulf Schauenburg und Indra Renzler, setzt FRANK diese Linie fort. Auch wenn Indra nicht aus der Gründerfamilie stammt, verbindet beide ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung: für Menschen, für Zusammenarbeit und für Entwicklung. So führt die Geschäftsführung die Tradition des Hauses in eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.

Heute stehen wir erneut an einem Wendepunkt. Die Branche ist im Umbruch, Anforderungen und Erwartungen verändern sich rasant.

Unsere Antwort darauf: Wir gestalten aktiv mit. Mit der FRANKformation richten wir uns als ganzheitlicher Dienstleister neu aus. Dabei verbinden wir unsere Kernkompetenzen unter einem Dach, von Projektentwicklung über Asset- und Property Management bis zum Facility Management.

Die FRANKformation bedeutet dabei nicht nur strukturelle Anpassung, sondern auch kulturellen Wandel. Wir leben Offenheit, Kooperation und Vertrauen und stellen die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt all unseres Handelns.

„Tradition braucht Innovation. Unsere Bereitschaft zur Veränderung hat uns über 100 Jahre hinweg zu einem verlässlichen Partner gemacht – für Städte, für Mieter und Mieterinnen und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Ulf Schauenburg, Geschäftsführer bei FRANK